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Olle Kamellen: Rückschau 2016

Der Rheinische Roundtable zum History Marketing

Veranstaltungen im Jahr 2016

Olle Kamellen 15. Runde (6.9.2016)

"Wir konnten die Kleidung lesen". Zeitzeugenbefragungen im Forschungs- und Ausstellungsprojekt "Glanz und Grauen"

Ein Informations- und Diskussionsabend mit Claudia Gottfried (Leiterin des LVR-Textilmuseums Ratingen)

"Der Zeitzeuge ist der größte Feind des Historikers," lautet ein Lieblingsscherz unter Geschichtswissenschaftlern: Der menschlichen Erinnerung sei nicht zu trauen, deshalb halte man sich lieber an Akten und Fakten. Jedoch gibt es Themen, über die keine oder kaum Dokumente existieren. Das trifft vor allem auf Aspekte der Alltagsgeschichte zu. Hier ist man auf die Befragung von Zeitzeugen angewiesen. Und siehe da: Ihre Erzählungen werfen zuweilen ein völlig neues Licht auf historische Gegebenheiten.

Claudia Gottfried, Leiterin des LVR-Textilmuseums Ratingen, wird uns über einen solchen Fall berichten: das Forschungs- und Ausstellungsprojekt "Glanz und Grauen – Mode im Dritten Reich". Mit Hilfe der Volkswagenstiftung und der Universität Marburg konnte das Industriemuseum drei Jahre lang zum eigenen Sammlungsbestand aus den 1930er und 40er Jahren forschen. Unerwartetes Fazit: Die Befragung von Zeitzeugen führte letztlich dazu, dass die Museumssammlung neu interpretiert und bewertet wurde.

Veranstaltungsort:
"Lokal K", Hackländerstraße 2, 50825 Köln-Ehrenfeld

Olle Kamellen 14. Runde (6.4.2016)

"Von der Straße ins Museum – Geschichte visualisieren mit Alltagsobjekten"

Ein Informations- und Diskussionsabend mit Dr. Roland Leikauf (Historiker am Haus der Geschichte Bonn)

"Heute ist morgen schon gestern" – dieser Spruch gilt als Binsenweisheit. Für Mitarbeiter historischer Museen hat sie allerdings weitreichende Folgen: Für sie ist die Gegenwart immer auch zukünftiges Ausstellungsthema. Was sie in ihre Sammlungen aufnehmen, trägt zum Aufbau des kulturellen Gedächtnisses unserer Gesellschaft bei. Also müssen sie stets überlegen, wie sie das aktuelle Geschehen "dingfest" machen und veranschaulichen können. Dabei stehen die Sammler vor zwei großen Herausforderungen. Erstens hat die Zeitgeschichte ein grundsätzlich offenes Ende, und zweitens müssen sie aus der Masse an Objekten die geeigneten auswählen. Alltagsgegenständen kommt hier eine besondere Bedeutung zu.

Der Historiker Dr. Roland Leikauf, tätig in der Sammlungsabteilung des HdG Bonn, berichtet uns über seinen besonderen Blick auf das Zeitgeschehen und seine Suche nach "storytelling objects" – natürlich auch unter dem Aspekt "History Marketing".

Veranstaltungsort:
"Lokal K", Hackländerstraße 2, 50825 Köln-Ehrenfeld

Olle Kamellen 13. Runde (13.1.2016)

"Faszination Automobil – Konzepte, Inszenierungen und Museen"

Ein Informations- und Diskussionsabend mit Sarah Krautheim (Wirtschaftshistorikerin aus Wolfsburg)

Im Jahr 2000 wurde die Autostadt, ein Mixed-Use-Center des Volkswagen Konzerns, in Wolfsburg eröffnet. Sie markiert den Anfang eines Veränderungsprozesses: Die großen deutschen Automobilhersteller zeigen ihre Historie nicht mehr nur in traditionellen Museen, sondern setzen bei ihrer Markenpräsentation zunehmend auf den Erlebnischarakter. Der Autostadt folgten das Audi Forum (2000), die Mercedes-Benz Welt (2006) und die BMW Welt (2007). Die neueste deutsche Auto-Kathedrale ist seit 2009 das Porsche Museum. Welche Konzeption liegt der Inszenierung dieser Erlebniswelten zugrunde? Welche Rolle spielt in diesen speziell eingerichteten Unternehmenswelten das jeweilige Museum?

Die Wirtschaftshistorikerin Sarah Krautheim stellt uns diese fünf Automobilmuseen vor und lädt zur Diskussion über deren Konzepte und Inszenierungen ein.

Veranstaltungsort:
"Lokal K", Hackländerstraße 2, 50825 Köln-Ehrenfeld